Be Part of it!
so_Pola. Vom Aktions-Projekt zum analogen Hype.

Es ist kryptisch, intensiv, spontan und komplex. Es ist flüchtig, nicht planbar, ein unsteter Moment. Aber ein Moment, der anhält. Es ist einfach „Zucker für die Seele“. Und 100% Begeisterung für alle Beteiligten.

„Ich bin eine Sammlerin (neudeutsch: Messie). Ich suche nicht das perfekte Bild. Ich will das Leben im Moment, die Situation als intensive Illustration. Ich will das Leben als Emotion, keine Planung.“ (Siggi Ortwein)

Ausgangslage: Eine Idee, eine ,Leica Sofort‘ in »Caepsele-blau«, der Drang zur Dokumentation von Menschen, Dingen, Eindrücken, Geschichten – dem Leben. Per Polaroid, per Doppelbelichtung, als Experiment: so_Pola. Der Name kam später. Der Hype war von Anfang an da.
Ganz kurz umrissen, was passiert, wenn die digitale Fotografie zugunsten der doppelt-analogen Sofort-Fotografie eingetauscht wird? Was passiert, wenn man ein paar mehr „Unbekannte“ in der Gleichung hat – technische wie menschliche – und das fotografische Ergebnis einen zufälligen Moment spiegelt? Was passiert, wenn mehrere Personen spontan vor und hinter der Kamera interagieren? Nach Situation, nach Antrieb, ohne Briefing?

Was als persönliches Projekt begann, entwickelt sich über ein Jahr hin zu einer Dokumentation von Momenten und Eindrücken, Situationen und menschlichen Interaktionen. Mittlerweile ist daraus ein fest installiertes Aktions-Projekt für „Analoges Morphing“ geworden – ein Flash(Mob)-Art-Projekt. Etwas, an dem man teilhaben kann.
2017 hatte ich bei der DDC Jury das erste Mal das hautnahe Vergnügen, selbst daran teilzunehmen. Aber auch die Reaktion direkt wahrzunehmen, die zwei Tage so_Pola ausgelöst hat. Drei Sachen fallen mir sofort dazu ein: geradezu euphorischer Spaß, absolute Begeisterung und kreative Aktion aller Beteiligten. Nicht nur die Bilder strahlen das sofort aus. Auch die beteiligten Personen. Und noch etwas können die fotografischen Momentaufnahmen: sie halten Interaktionen und Nicht-Wiederholbares fest, sie lassen die Erinnerung an die Emotionen dieses Augenblicks zu. Resultat: ich lache, sobald ich eines der Bilder anschaue und mich daran erinnere. Ich will mehr… sehen, teilhaben, mitmachen.

 

„Ich wollte schon immer ALLEs mit ALLEm und ALLEn verbinden… was mir am Herzen liegt.“ (Siggi Ortwein)

Startschuss von der eigenen Dokumentation zum Projekt so_Pola? Besser als Siggi selbst, kann das wohl niemand ausdrücken:
„Da gab’s erst mal kein Konzept. Nur folgende kleine Story: Ich sah diese Kamera in nem Design Mag, wollte sie unbedingt haben, bin zu meinem lokalen Foto Dealer Woehl und fragte: „Haben Sie diese Leica schon da?“ Und er: „Ja, Frau Ortwein, sogar in Caepsele-blau!“

Am selben Abend war die DDC-Preisverleihung im Frankfurter Depot. Statt einem neuen Kleid hatte ich eine coole neue Halskette. Eigentlich wollt’ ich ja die Polas für nen 5er verkaufen (wie früher die Freaks in den Berliner Kneipen), doch schnell merkte ich: alle sagen „Cool – darf ich davon n Repro machen?“ … und zückten ihre Handys, … zudem wollte ich ja eigentlich ganz schnell die Bilder gar nicht mehr hergeben. Denn ich will sie als Erinnerung behalten. So entstand das Konzept. Das war der allererste Einsatz der Kamera und eine Dokumentation, noch ohne Einzelbeschriftungen und Unterschriften.“

 

„Die Motivation, das Projekt nach dem vergangenen Jahr weiter zu machen, ist eindeutig: die durchweg positive Reaktion und das Feedback der Menschen. Und zwar: ob jung – ob alt. Ob arm – ob reich. Dick, dünn, schwarz, weiß, bunt, gefiedert. Mann, Frau, Querbeet, Transgender. Von ganz unten bis ganz oben. Branchenübergreifend. Einfach alle, mit denen ich bisher zu tun hatte – jeder auf seine Weise: begeistert, offen, interessiert – sprechen mich an und stellen Fragen.“

 

Was begeistert heutzutage überhaupt noch? Die Frage hat sich White off/ ja bereits schon einmal in anderem Beitrag gestellt. so_Pola beantwortet das in ganz klarer Form. Nämlich in Form von Reaktionen der Beteiligten:
Siggi Ortwein – schon eine Menschgewordene Marke an sich – in ihrer Begeisterung und Vehemenz für das sich immer erweiternde Projekt. Die echte Begeisterung, Freude und der positive Aktionismus der Menschen während der fotografischen Interaktion. Das beglückte, überraschte und lachende Gemüt nach ein paar Sekunden Entwicklungszeit des Polaroids. Die weder zu planenden noch schwer zu beschreibenden Resultate… die man einfach anschauen muss… und die aus der Situation, der Initiative vor und hinter der Kamera, dem Experiment by doing und just in time entstanden sind. Unglaublich, was das analoge Fotografieren nebst Doppelbelichterei unter Regie der Offenbacher Informations-Designerin / Visual-Thinking-Storytellerin bewegen kann: Alles.

Wenn man Glück hat, ist man ganz schnell Teil von so_Pola – gecastet auf Siggis Streifzügen durch Offenbach, Frankfurt oder anderswo. Wenn man nicht nur Glück haben will: ab September auch auf Anfrage.
Projekte, Events, Kunst, Kultur, Konferenzen, Konzerte – wenn etwas reizt und passt, stehen die Chancen gut, dass Siggi dafür buchbar ist. Interesse? Einfach melden bei Siggi Ortwein oder bei mir.

Und zum Abschluss, weil’s so viel Spaß macht, noch das letzte entstandene so_Pola von Siggi und mir bei der Besprechung zu diesem Beitrag vor dem Oberurseler „Louvre“ (so der Kommentar eines Spaziergängers zum Vordach des Parkhauses – und Hintergrund des Fotos).

Kampagne für den gerade beendeten 101. Katholikentag macht Schule.
In Münster.
Wo sonst.

Für Aufklärung, Meinungsgenerierung und Bildung in Aktion: Tobias Hoppmann, Lehrer an der Johannes-Gutenberg-Realschule in Hiltrup, bringt Europa in die Schule. In Form der Kampagne des kürzlich beendeten 101. Katholikentags in Münster. Das Banner-Motiv mit dem „Europagesicht“ wird kurzerhand nach der Abschlussveranstaltung – natürlich mit Genehmigung von offizieller Seite – für Lehrzwecke mitgenommen und wandert in die Schule.

Eine Kampagne, die lebt. Kampagnen-Motive, über die nach- und weitergedacht werden. Diskussionen über Inhalte, die generationsübergreifend diskutiert werden.

»Das Gesicht mit aufgemalter Europaflagge: rein in die Schule damit. Was ist besser, als aktuell Europa zu diskutieren und dabei Fächer wie Politik, Deutsch, Geschichte, Religion miteinander zu verbinden.« (Tobias Hoppmann)

 

Was sieht man? Wie wirkt das Gesicht? Warum macht das jemand?
Fragen, mit denen die Diskussionen in Klasse 5 bis 10 starten. Antworten wie: „Weil Europa sympathisch ist.“ Oder „Weil Europa gut sein muss, wenn man so etwas macht. Vielleicht war das vorher mal nicht so.“ folgen. Ein guter Einstieg in das Thema „Europa und Frieden“ – relevant und prädestiniert für eine schulfächerübergreifende Diskussion. Egal ob Geschichte, Religion, Deutsch oder Politik. In Münster – Stadt des westfälischen Friedens 1648 und damit einhergehendem Ende des Dreißigjährigen Krieges – wird gesprochen über die momentan längste Friedenszeit, die die EU je hatte (70 Jahre!). Über das, was jeder dazu beitragen kann. Über die Verteidigung von Werten und erlangter Freiheit für ein stabiles Europa. Und darüber, wie wichtig es ist, auch anderen Freiheit und Frieden zu ermöglichen. Dass das einhergeht mit kritischen und aufwühlenden sowie hochaktuellen Diskursen über Parteiensysteme, Flüchtlingspolitik, Weltwirtschaft etc. ist logisch, selbstredend und mehr als wichtig.

Was aber noch wertvoller ist, als die Erkenntnis von historischer Verantwortung und dem kritischen Blick auf die gegenwärtigen Strömungen um uns herum?
Es ist der Blick nach vorn. Auf ein Europa, wie es sein sollte und könnte. Der Einsatz, der im Großen und Kleinen erbracht werden kann. Und das Engagement, dass vielleicht genau so eine Diskussion bei Schülern bewirkt… weil ein Lehrer einen riesigen Kampagnenbanner mit einem bewegenden Europa-Motiv hervorragend zweckentfremdet hat, um zu alldem einen Anstoß zu geben.

Should be continued…?

Mehr Einblick in die Kampagne?
Im Slider sind einige der Motive der Kampagne ,Individual Peace’ vom diesjährigen 101. Katholikentag zu sehen. Nicht ein einzelnes Key Visual steht für das Motto ,Suche Frieden’, sondern die schier unerschöpfliche Vielfalt an aktuellen Motiven, die im Öffentlichen sowie Privaten Relevanz besitzen. Die Kampagne wurde mit dem Red Dot Award sowie beim DDC ausgezeichnet. Mehr dazu auf www.katholikentag.de.

 

Weiteres zu dem Thema rund um die Johannes-Gutenberg-Realschule in Münster:
Im März 2018 hatte die Schule Salomon Perel zu Gast im Cineplex. Der Golden Globe dotierte Kinofilm, welcher auf der Basis von Perels Buch ,Ich war Hitlerjunge Salomon‘ vor 20 Jahren in die Kinos gekommen ist, wurde den Schülern vor der bewegenden Lesung des Zeitzeugen im Cineplex Münsters gezeigt. Im Beisein von Bürgermeister Gerhard Joksch ist Sally Perel – ,Sally‘ ist sein Spitzname –, nach der Lesung der offizielle Pate des Gütesiegels ,Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage geworden‘. „Natürlich sind wir stolz, dass wir als Realschule in Münster diesen Paten aus Israel für unsere Schülerschaft gewinnen konnten. Und der ehrliche Blick des 92jährigen in die Vergangenheit gibt deutliche Aufschlüsse darüber, wie wir ein friedliches Europa jeden Tag aufs Neue selbst gestalten müssen, um diesen Frieden auch im Jahr 2050 noch zu wahren. Nationalismus überwinden und Gemeinsamkeiten finden, muss dafür die Losung sein!“ (Tobias Hoppmann)

Beraten & kritisch begleiten… (DDC) – ich freu‘ mich auf zwei konstruktive Jahre Beiratsarbeit.

Am 13. April 2017 wurde erstmals der Beirat für den DDC Deutscher Designer Club e. V. gewählt – zur aktiven Unterstützung, Beratung und Begleitung des Vorstandes. Eine gute Sache, es gibt viel zu tun!

„Let‘s talk about something that fascinates me. Something that makes me stop.

Let‘s talk about bloody marvellous Design and Designers.

Let‘s think DDC.“

Ich freue mich riesig über das entgegengebrachte Vertrauen – von den Mitgliedern und dem Vorstand.

Und auf eine gute, positive, agile und erfolgreiche Zusammenarbeit im neuen 5-köpfigen, hochkarätig besetzten Beirats-Team:

// Prof. Gregor Ade
Gregor Ade Brand Consulting, Frankfurt am Main/Berlin
Corporate Identity/Corporate Design, HS Mainz

// Prof. Georg-Christof Bertsch
Bertsch.Bertsch Consultants, Frankfurt am Main
Interkulturelles Design, HfG OF

// Farah Ebrahimi
e15 Design und Distributions GmbH, Frankfurt am Main

// Ilka Eiche
Kopfkunst, Münster
White off / Dialog. For Loved Brands.

// Patrick Märki
KMS TEAM, München

 

Lust auf mehr DDC? Genaueres, Informatives, Sehenswertes und Aktionistisches gibt es natürlich auf der Website des DDC. Einfach vorbeischauen, lesen und informieren. Per Web oder auf Facebook @DeinDDC.

Tag der Arbeit… slow down.

1856 und 1886 war in Australien und den USA die Geburtsstunde des Achtstundentags. Das bedeutete eine Reduktion der Arbeitszeit um ein Drittel. In weit über 100 Jahren ist so einiges passiert. So ist es nicht erstaunlich, dass schon seit einiger Zeit viel über die Aufhebung der klassischen Vollzeitbeschäftigung zugunsten flexibler Arbeitsmodelle gesprochen wird:

Work-Life-Balance, Flexibilisierung der Arbeit, Homeoffice, bedürfnisorientierte Teilzeitmodelle und konsequente unternehmensseitige Reduktion der Arbeitszeit zugunsten der tatsächlichen und bewiesenen Produktivität und Innovation.

Warum ist das so? Weil die Welt sich bewegt. In der unglaublichen Schnelligkeit des momentanen Seins, in der Interaktion von Mensch, Handel, Globalisierung und Digitalisierung.

Spannende Zeiten. Und nur eines ist klar. Alles wird sich weiterbewegen und die damalige Errungenschaft des klassischen Achtstundentags wird abgelöst werden.

»Warum also nach hinten schauen, wenn die Zukunft vor uns liegt?
Warum monoton und immer gleich handeln, wenn sich Anforderungen und Bedürfnisse verschieben

 

Was braucht der Mensch bei aller Produktivität, Informationsflut und Schnellebigkeit heute?

Er muss öfter mal in einen echten Ruhemodus schalten, er benötigt von Zeit zu Zeit einen kompletten Reboot, um seine Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Produktivität zu bewahren. Er muss weiter Mensch sein können. Also sollte man doch mindestens das für sich selbst beanspruchen, was man dem Rechner zugesteht: Runterfahren, Wartung, Neustart.

Denn das, was immer wieder gerne vergessen wird: die Zeit hat sich verändert, ist schneller und leistungsfähiger geworden. Der Mensch verändert sich jedoch nicht parallel dazu. Ein Blick auf die Evolution über die Jahrtausende reicht aus, um das zu untermauern.

Deswegen ein Aufruf zum 1. Mai: Füße hoch, ausruhen, abspannen, runter fahren. Tu, was Du willst. Lebe im hier und jetzt. Irgendwann ist es zu spät dafür.

»Watch. Think. Act. Live. Now

Rückblick zum 1. Mai: Tag der Arbeit, Tag der Arbeiterbewegung und Tag des internationalen Arbeiterklassenkampfes.

Anfang 1886 rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung zur Durchsetzung des Achtstundentags zum Generalstreik am 1. Mai auf. Dies geschah in Anlehnung an das Jahr 1856, in dem am 1. Mai Massendemonstrationen in Australien mit gleichem Hintergrund stattfanden.

Mehr Hintergrund dazu finden Sie hier auf Wikipedia.

 

Save the Date: Einreichung
Red Dot Award
»Communication Design«.

Es ist wieder soweit. Der Einreichungsstart für den Red Dot Award »Communication Design« hat begonnen…

»17 Kategorien« Communication Design.

 

Teilnahmekosten: 

Regular: 245,– Euro (zzgl. Mwst.)
11. April – 29. Mai 2018

Latecomer: 315,– Euro (zzgl. Mwst.)
30. Mai – 15. Juni 2018

Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Wenn ich an Ostern denke, denke ich an ,The Happy Film‘ von Sagmeister.

Natürlich: die Sequenzen im rosafarbenen Hasenkostüm sind dafür ausschlaggebend. Der Film an sich hat mit Ostern wohl wenig zu tun.

Oder?

 

In dem Dokumentarfilm begibt sich Stefan Sagmeister über Jahre hinweg auf die Suche nach dem Glück.
Mit Hilfe dreier Methoden: Meditation, kognitive Therapie und Psychopharmaka. Begleitet von kleinen und großen (Dreh-)Katastrophen, privatem und Performances, Eigenanalyse, -reflexion und -kritik. Er selbst sagt über das Projekt: „Sicher das schwerste, das ich je gemacht habe.“

Und so passt der Film doch ganz hervorragend zu Ostern. Beste Absichten, schwerste Tiefschläge und anschließende Regenerierung mit Start eines wunderbaren Films.

Und deswegen – mit einem Einblick in dieses filmische Grafik-Design-Highlight…

»Happy desires at Easter!«

 

 

Über den Film:
Designer Stefan Sagmeister lives in the the city of his dreams, creating work for the Rolling Stones and Jay-Z. Yet, he suspects there must be more to life. Turning himself into a design project, he attempts to change his personality to become a better person. Things don’t go as planned.

Directed by Stefan Sagmeister, Ben Nabors, Hillman Curtis / Produced by Ben Nabors / Cinematography by Ben Wolf / Edited by Sam Citron and Akiko Iwakawa-Grieve / Music by Colin Huebert / Additional Score by Matt / Abeysekera / thehappyfilm.org / Follow on Instagram @StefanSagmeister

Über Stefan Sagmeister und den Film:
Der Österreicher Stefan Sagmeister (aus Bregenz) lebt und arbeitet seit über als 20 Jahren in New York. Mit den Designs von Albumcovern für die Rolling Stones, Lou Reed und die Talking Heads wurde er bekannt. Neben zahlreichen wichtigen Designpreisen und diversen hervorragenden Designbüchern über seine Arbeit und sein Studio zeichnet sich Sagmeister mit seinem Hang zur flächendeckenden themenübergreifenden Hinterfragung, seiner Selbstreflexion und -inszenierung sowie zum Eigenexperiment aus. Alle sieben Jahre schließt er sein Studio für eine Sabbatical. Die Idee zu ,The Happy Film‘ entstand bei seiner Auszeit 2009. Bis zur Fertigstellung des Films vergingen über 6 Jahre.

Celebrating World Diversity.

Rawpixel sammelt mit den beeindruckenden Porträts des Fotografen-Projekts ,World Face Project’ für Hope for Children. Wer teilt, hilft zu spenden.

„To bring inspirational design resources to everyone empowering people to use creativity for good.“ (Mission)

Deswegen unbedingt anschauen, teilen und sogar auch noch lizenzfrei verwenden.
„To bring inspirational design resources to everyone empowering people to use creativity for good. Instead of building walls we want to celebrate the incredible diversity of the world around us and unite people to make a positive impact on each other’s lives.“ (Rawpixel)

Rawpixel hat Leute unterschiedlichster Nationen weltweit fotografiert und teilt nun diese Bilder über ihre Website. Je Download geht 1$ an die Organisation ,Hope for Children‘. Ein großartiges Projekt, das Gutes tut. Mit Bildern, die begeistern.

Save the Date: CXI Konferenz in Bielefeld.

Was macht den Er­folg ei­nes Cor­po­ra­te- oder Brand-Iden­ti­ty-Pro­jek­tes aus? Wel­ches sind die Kri­te­rien auf Auf­trag­ge­ber- und Agen­tur­seite? Und wie lässt sich solch ein kom­ple­xer Pro­zess er­folg­reich durch­set­zen?

Die CXI Kon­fe­renz wird von der FH Bie­le­feld ver­an­stal­tet und ist mit knapp 800 Besu­chern mitt­ler­wei­le die größ­te Cor­po­ra­te- und Brand-Iden­ti­ty-Kon­fe­renz in Euro­pa.

Zum zehnten Mal jährt sich die Konferenz. Wieder mit hochkarätigen Sprechern – immer gebündelt als Duo von Unternehmens- und Agenturseite. Und wieder hochspannend in der Zusammenstellung. Man darf gespannt sein.

Freitag, 15. Juni.
Ab 08:45 Uhr.

 

Start Registrierung/Einlass? 08:45 Uhr
Wo? Ring­lok­schup­pen Bie­le­feld, Stadt­hei­der Str. 11, 33609 Bie­le­feld
Anmeldung? https://www.cxi-konferenz.org/anmeldung/

Sprecher?
BBC London (GB) / Dalton Maag London (GB)
Commerzbank Frankfurt (D) / neugelb studios Berlin (D)
Deutsche Bahn Frankfurt/Berlin (D) / Peter Schmidt Group Frankfurt (D)
FDP Berlin (D) / Heimat Berlin (D)
Fortuna Düsseldorf, Düsseldorf (D) / Morphoria Design Collective Düsseldorf (D)
Youtube San Bruno (USA) / Saffron Brand Consultants Madrid (E)

Weiblich? Schade…
21% weniger im Glas.*

Vertrauen, Interesse, Freude, Überraschung, Scham, Traurigkeit: All diese grundsätzlichen Gefühle zeigen die Gesichter der Kinder in dem filmischen Experiment von Finansforbundet, einer Bank-Gewerkschaft aus Norwegen, zum Thema ,Gender Pay Gap’.

Gezeigt wird eindringlich und unmissverständlich: der Gerechtigkeitssinn bei Kindern funktioniert. Warum soll es auch Unterschiede bei gleicher Arbeit und Qualifikation in der Entlohnung geben? Nur aufgrund des Geschlechts? Wohl kaum!

Ein heikles Thema auf den Punkt gebracht, ohne Angriffspunkte zu geben. Großartig!

Geschaltet am 8. März als fb-Kampagne zum Weltfrauentag: 10 Mio. Mal angeschaut nach einem Tag. Unbedingt ansehen.

„She was just as good as me, so we should get the same reward.“

 

 

Weil Du ein Mädchen bist!
Der Gesichtsausdruck der Kinder spricht Bände nach dieser Erklärung auf die Frage, warum als Mädchen weniger Süßigkeiten im Glas sind: kompletter Emotionswandel, pures Unverständnis – wohlgemerkt auf beiden Geschlechterseiten.

Auf die allgemeine, anfängliche Freude über eine Belohnung wechselt die Gefühlslage – nach Erkenntnis der ungleichen Behandlung – in Überraschung, Unverständnis, Unsicherheit. Nach Begründung schlagen die Emotionen sofort noch einmal um. Auf der einen Seite in Traurigkeit oder Wut, auf der anderen Seite in Scham.

Now it’s equal!
Dank gleichwertiger Aufteilung am Ende des Films, ist große Erleichterung und Zufriedenheit bei den Kindern zu beobachten. Aber nicht nur das. Auch der Körper reagiert: die Schultern sacken und die körperliche Anspannung löst sich. Bei allen!

Umso erstaunlicher, dass davon im Erwachsenenalter nur wenig übrig geblieben ist?
Der Satz ,Das ist zwar nicht gerecht, aber es ist eben so.’ ist Ausdruck von Resignation durch einen Lernprozess: die Akzeptanz von Dingen ohne erneutes Hinterfragen. Das Gehirn und die Emotionen, passen sich an – unter anderem aufgrund von Erfahrungen, Erinnerungen, Bewertungen, Assoziationen.

Fazit 1: Der Mensch passt sich über einen längeren Zeitraum an.
Das ist bekannt. Anders könnte er in der Gemeinschaft schlichtweg nicht existieren. Früher ging es um fressen und gefressen werden. Heute geht es eben um die Möglichkeit, ob und welchen Job ich erhalten kann.

Fazit 2: Das Gehirn funktioniert irgendwann anders. Und leider kann man das von jetzt auf gleich nicht mehr umstellen.
Resignation, Neutralität, Trauer, Schuld, Wut haben auf Dauer negative Auswirkungen auf unser Denken und Handeln. Neutrale oder negative Einflüsse lassen nurmehr geregelte Abläufe nach Schema ,F’ zu. Sie behindern einen erweiterten Blickwinkel, die globale Orientierung, die Kreativität und Schaffenskraft. Medizinische Studien belegen sogar die Begünstigung von Demenz durch dauerhaft negative Einflüsse – aber das nur nebenbei.

Und spätestens an diesem Punkt sollte klar sein: positive Umgebung schafft Kreativität, Aktion, Verantwortung sowie weitreichendes Denken und Handeln.

Frage: Warum also wird in Deutschland nicht positiv gearbeitet?
Mit Lob, Ansporn und Anspruch? Warum Druck- und Drohkulissen aufbauen und den Arbeitnehmer, Dienstleister etc. in ein Zwangskorsett stecken?

Weil es positiv nicht funktioniert? Nein, denn das ist hinlänglich von etlichen Unternehmen bewiesen worden – Steigerung in Schöpfung, Kreativität, Umsatz, Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit sowie weniger Krankheitsausfälle.

Warum dann?
Die Antwort steht oben im Text.

Mehr zu kontroversen Themen? Einfach öfter mal in der Rubrik ‚Dialog’ stöbern. Interaktion mit mir ist natürlich auch möglich – verwenden Sie die Buttons oben. Außerdem gibt es zu den Themen Emotion und Verhalten in der Rubrik ,Outside-in‘ bald mehr zu lesen.

 

* Anmerkung zum Header:
15.03.2018: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) verdienten Frauen in Deutschland im letzten Jahr 21% weniger als Männer (Unbereinigter Gender Pay Gap). Über die Formulierung und die Tatsache, dass der Prozentsatz ,stabil’ geblieben ist, sollte langsam nicht nur angestrengt nachgedacht werden!